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Bei mehr als 1.000 unterschiedlichen Gütesiegeln, die es in unserer Konsumwelt gibt, ist es für Verbraucher*innen schwer, die Siegel auszumachen, denen eine fundierte Prüfung zugrunde liegt.

Ursprünglich waren die sogenannten Labels als Hilfe zur Kaufentscheidung gedacht. Durch die unüberschaubar große Menge unterschiedlicher Gütesiegel hat sich diese Bedeutung jedoch in den letzten Jahren abgeschwächt.

Wir stellen euch in diesem Blogbeitrag einige der bekanntesten Textil-Siegel vor, zeigen die Unterschiede auf und erklären euch, welche Faktoren ein Gütesiegel verlässlich machen.

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Fast Fashion hat die Textilbranche von Grund auf verändert. Die Bekleidungsindustrie überschüttet den Planeten geradezu mit Textilien: 56 Millionen Tonnen Kleidung werden jährlich verkauft. Influencer und Neuromarketing sorgen für steigenden Absatz. Doch die Billigkleidung hat einen hohen Preis wie etwa prekäre Beschäftigungsverhältnisse und die katastrophale Umweltbilanz.

So beginnt die Beschreibung zur aktuellen Dokumentation des Senders ARTE.

Wer jedoch glaubt, präkere Arbeitsverhältnisse und schlechte Bezahlung seien etwas, das man nur in Produktionsstätten der Schwellenländer vorfindet, der irrt. Längst hat die Ausbeutung der Arbeitskräfte in Europa Einzug gehalten. Das vollmundige "Made in EU" oder "Made in Germany", mit dem viele Firmen für ein gutes Gewissen der Kundschaft werben, ist längst keine Garantie mehr dafür, dass die angebotenen Textilien ethisch hergestellt wurden.

Auf die Frage des Reporters, wie es möglich sei, dass sein Label ein Kleid für nur 15 Euro Verkaufspreis anbieten könne, antwortet Umar Kamani, Gründer des aktuell angesagten Fast Fashion Trend-Labels PrettyLittleThing vor laufender Kamera: "Darauf antworte ich nicht! [...] Gehen Sie! Und schalt die verdammte Kamera ab!" Er wirft das Filmteam kurzerhand raus.

Wie es möglich ist, Ware zu solchen Preisen auf den Markt zu werfen, erfährt man im Verlauf der Dokumentation trotzdem. Und dafür musste man nicht einmal nach Thailand reisen. Es reichte ein Blick nach England.

Neben hässlicher Einblicke in die Geschäftspraktiken der Fast Fashion-Industrie erhält man in dieser Doku aber auch interessante Fakten zur Psychologie des Kaufens und Verkaufens, zum Influencertum als Lebensinhalt und zur Geschichte dessen, was wir seit Jahrzehnten als Billigmode kennen. Und diese entstand - so viel sei an dieser Stelle schon einmal verraten - in ihrem Ursprung eigentlich aus einem guten Willen.

Hier geht es zur Dokumentation:

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Die Auswirkungen der Textilindustrie auf die Umwelt geraten zurecht immer häufiger in die Kritik.

Nicht nur die Produktion von Fasern und Kleidung kann Ökosysteme gefährden, auch das Waschen von Textilien führt nachweislich zur Freisetzung mehrerer Hunderttausend Tonnen von Mikroplastikfasern pro Jahr.

Textilforscher und -hersteller konzentrieren sich deshalb verstärkt auf biologisch abbaubare und kompostierbare nachhaltige Fasern, um die schädlichen Auswirkungen von Textilien auf die Umwelt wirksam zu verringern. Hier gibt es einige spannende Ansätze.

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In ihrem neuen Buch "Produktionsreif - Von der gesponnenen Kollektionsidee zu einem individuellen Produktionsplan" macht Anne Kathrin Häfner selbstständige Modedesigner:innen und Quereinsteiger:innen mit dem Thema Bekleidungsproduktion vertraut. 

Auf 125 Seiten hat die gelernte Modedesignerin fachmännisches Wissen und praxisorientierte Aufgaben zusammengetragen - erhältlich als E-Book im PDF-Format sowie ab Januar 2021 als Printversion.

Durch Interviews mit bewusst agierenden Modelabels und mit praxisorientierten Aufgaben zeigt Anne in Verbindung mit ihrer langjährigen Branchenerfahrung, wie die Produktion einer Kollektion auch mit kleinen Stückzahlen gelingen kann.

Ich freue mich von Herzen, als eine der Interviewpartner:innen Teil dieses großartigen Workbooks zu sein. 

Mehr über Anne und ihre Arbeit erfährst du auf ihrer Seite unter modekarriere.com

Zum Interview, in dem du etwas über die Gründung von Juniper & Moon und unsere Philosophie erfährst, geht es hier entlang: 

 

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